Es geht doch nichts über ein Nickerchen...

Unsere Hündinnen sind in erster Linie Familienmitglieder  und dann erst Zuchthündinnen! Bei uns gibt es keine Zwingeranlagen und weißgekachelten, klinisch reinen „Hundehäuser“ oder „Welpenaufzuchträume“!  Als Familienmitglieder leben unsere Hunde, wie andere Haushunde auch, mit uns zusammen. Es gibt keine versteckten Zimmer mit Boxen, wo die Hunde separiert werden! Wo wir sind, sind auch unsere Wheaten.

Eirin mit ihrer Tochter und ihren Enkelkindern

Wir sind eine kleine Zucht und wollen auch bewusst so „klein“ bleiben. Mehr als 1 Wurf pro Jahr machen wir nicht. So ist ein Wurf jedes Mal etwas Besonderes für uns.  Dass Verhältnis unserer Hündinnen zu einander ist sehr gut, so dass es auch schon mal passieren kann, dass beide Hündinnen in der Wurfbox liegen und sich um den Wurf kümmern.

Unsere geräumige Wurfbox

Wir haben im Laufe der Jahre festgestellt, dass sich unsere Hündinnen am Wohlsten fühlen, wenn auch die Geburt und die Aufzucht ihrer Welpen im Kreis ihres 2- und 4-beinigen Rudels stattfinden. Besonders deutlich machte uns dies Eirin, die, wenn man ihr den Rücken zudrehte, ihre Welpen einsammelte und zum Rudel trug. Man fand sie dann z.B. im Bett im Schlafzimmer oder auf der Couch im Wohnzimmer! Daher steht bei uns die Wurfkiste mittlerweile in einer ruhigen, zugfreien Ecke im Wohnzimmer. Unsere Hündinnen sind glücklich, dass immer jemand da ist und wir haben Mutter und Welpen fest im Blick.

In den ersten Tagen nach der Geburt schaut unsere Zuchtwartin  das erste Mal vorbei und macht sich ein Bild von den Welpen,  schaut ob alles in Ordnung ist und wie der Zustand der Mutterhündin ist.

Die ersten Lebenswochen verbringen unsere Welpen in einer hellen, geräumigen Wurfbox. Die Mutter hat viel Platz sich auszustrecken und wenn die Welpen später anfangen zu krabbeln haben sie genügend Platz. Unter der Wurfbox ist eine Heizplatte installiert, so dass keine Bodenkälte entstehen kann. Bei Bedarf wird zusätzlich eine Rotlichtlampe eingeschaltet. Zur Sicherheit liegt immer ein Thermometer mit in der Wurfbox, damit wir jederzeit kontrollieren können, wie warm es ist. Die Welpen können in der ersten Zeit ihre Körpertemperatur nämlich noch nicht hundertprozentig alleine kontrollieren.

Eine handvoll Wheaten

Täglich werden die Welpen gewogen und lernen so schon den Menschen kennen, bevor Augen und Ohren geöffnet sind. Man hört, wie sie interessiert anfangen zu schnüffeln, sobald man ihnen die Hand hinhält.

Unser Welpenbereich im Wohnzimmer

Sobald die Welpen sicher auf ihren Pfoten stehen, groß und kräftig genug sind, dürfen sie das erste Mal in den Garten. Zu diesem Zeitpunkt sind sie ca. 4 Wochen alt. Von nun an kommen auch regelmäßig zukünftige Welpeneltern und Interessenten vorbei. Im Garten haben wir einen Abenteuerspielplatz extra für die Welpen gebaut. Es gibt eine große Hundehütte, in die sich die Welpen  zurück ziehen können.  Ansonsten gibt es mehrere Tunnel, eine Wippe, eine Bällebad, ein Tor mit Flatterband, etc.

Dazu noch weitere Spielzeuge und Beschäftigungsmöglichkeiten, die täglich gewechselt werden.  Wenn es das Wetter zulässt, verbringen die Welpen den größten Teil des Tages im Garten. Bei schlechtem Wetter oder abends haben sie dazu noch „Freilauf“ im Haus. So lernen sie alle Geräusche kennen: z.B. den Staubsauger, die Türklingel oder das mal ein Teller auf die Fliesen fällt.

Das Bälle Bad
Das IKEA-Tor
Die Welpenhütte
Der Tunnel und das Rappel-Tor

Ein Großteil unserer Zeit besteht nun auch daraus, uns mit den Welpen zu beschäftigen und ihnen zu vermitteln, dass Menschen ihre Sozialpartner sind und nicht bloß Dosenöffner!

Mit ca. 8 Wochen beginnt langsam der Ernst des Lebens für unsere Welpen. Zuerst kommt unser Tierarzt vorbei. Er untersucht die Welpen, chippt sie und verabreicht ihnen ihre erste Impfung. Alle unsere Welpen erhalten einen blauen EU-Heimtierausweis.  Dann bekommen die Welpen ihren ersten Haarschnitt verpasst. Sie lernen Kamm, Bürste und Schere kennen. Als nächstes folgt der  2. Besuch unserer Zuchtwartin. Jeder Welpe wird einzeln begutachtet und eventl. Fehler werden notiert und später im Zuchtbuch eingetragen. Zum Schluss erfolgt ein Wurfabnahmebericht, wo alles notiert wird. Jeder unserer Welpenkäufer erhält Einblick in diesen Bericht und kann somit selber sehen, ob und welche Fehler sein Welpe hat! Wir versuchen also niemanden einen „fehlerhaften“ Welpen unterzuschummeln, sondern alles ist transparent. Manche Welpen bleiben auch noch ein paar Wochen länger bei uns, weil ihre neuen Besitzer zum Abgabezeitpunkt keinen Urlaub bekommen. Dies ist für uns selbstverständlich. Wir behalten lieber einen Welpen etwas länger, als ihn an „unpassende“ Menschen abzugeben.

Mittagessen im Grünen!
Welpen, die später abgeholt werden, sind voll in unser Rudel integriert

Bei der Abholung ihres Welpens erhalten unsere Käufer eine ausführliche Infomappe mit Futterplan, Erziehungsratgeber, Schneide- und Pflegeanleitung, etc., sowie den EU-Heimtierausweis und einen Kaufvertrag. Die Ahnentafeln sind idR zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig und befinden sich noch beim Klub. Vor der Abgabe sind die Welpen außerdem bereits mehrfach entwurmt worden. Somit sind sie optimal darauf vorbereitet, von nun an auf ihren eigenen Pfoten durch Leben zu gehen.

Wir bleiben ein wheatenlebenlang Ansprechpartner für unsere Welpenkäufer und stehen ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Es freut uns immer sehr, wenn wir Bilder bekommen, was aus den Welpen geworden ist oder sie wiedersehen.

Ob jung oder alt - Wheaten sind aktive Hunde!

 

 

2016
 

Eine Menge Zeit ist vergangen, seitdem wir 2009 diese Bilder über unsere Welpenaufzucht veröffentlicht haben. Viel hat sich verändert, das wirklich Wichtige ist aber gleich geblieben: Wir sind umgezogen und unsere Hunde haben nun viel mehr Platz! Unsere Welpen werden aber immer noch im Wohnzimmer geboren, wachsen dort auf und können in Garten oder Küchen toben wie sie wollen. Hier ein paar Bilder aus 2015:

Fütterung im Wohnzimmer
Moibhi leistet den Welpen Gesellschaft

Im Wohnzimmer haben die Welpen für die ersten Wochen genug Platz, später sind sie hier nur noch nachts. Tagsüber stehen ihnen Garten und die Küche zur Verfügung. Oft leistet ihnen Moibhi Gesellschaft. Er ist eine erstklassige Nanny!

Küche

Durch die Küche, die an das Wohnzimmer anschließt, können die Welpen alleine in den Garten laufen!

Die Rampe in den Garten

Da die Treppe in den Garten zu steil ist, haben wir eine Rampe gebaut. Die Welpen zum Putzen auszusperren geht nur noch mit “Trick 17” (Stuhl). Die Großen können trotzdem rein und raus wie sie wollen. Die Welpen schaffen es (noch) nicht!

Caoimhe und ihre Welpen im Garten

Unser neuer Garten! Im Hintergrund sieht man auch die Rampe. Alles ist sicher eingezäunt.

Corey testet die Schaukel

Corey auf unserer selbstgebauten Schaukel

Der Tunnel
Auch die Großen finden die Hängematte toll
Caoimhe auf dem Gartenpodest

Welpen lieben den Tunnel. Man kann durchrennen oder sich drin verstecken.

 

Falls Mama mal ihre Ruhe im Garten haben will, gibt es dieses Podest. Sie ist bei ihren Kindern und hat alles im Blick

Die Hängematte

Die Hängematte ist als Spielzeug nicht nur bei den Welpen beliebt!
Eigentlich liegen dort auch jede Menge bunte Bälle drin, aber das schönste Spiel ist es, diese auf die Wiese zu befördern (wo wir sie dann abends brav wieder einsammeln!).

Ebenfalls haben die Welpen verschiedene Tore in ihrem Auslauf stehen: Manche klimpern, manche quietschen!

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All unsere Hunde freuen sich über Besuch! Schon unsere Welpen sind sehr menschenbezogen und wissen ein Nickerchen auf dem Sofa zu schätzen!
(In diesem Fall musste ihr Welpensitter als Bett herhalten; sie sind also nicht unbedingt wählerisch, wenn es ums Kuscheln geht ;) )

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